Mittwoch, 6. September 2023

Abendessen und beim Feuer chillen

Die Temperaturen waren heute Gott sei Dank noch sehr angenehm und wir beide rannten in kurzen Klamotten rum. Das Feuer wärmte zudem und wir hatten dann doch noch etwas Hunger bekommen.

Also wurde mit dem Feuer im Rücken eine Packung Tortellini gekocht, mit dem Rest der gestrigen Hackfleisch-Tomatensoße.

Mit warmen Essen im Bauch, dem Feuer vor uns und dem kalten Pils in der Hand konnten wir also den gemütlichen Abend hier im Tal starten.

Immer mal wieder fuhren weitere Offroader den oberhalb gelegenen Pfad entlang, keiner fuhr aber durchs Wasser in unsere Richtung. Wir hatten also unsere Ruhe.

Eigentlich hatten wir auch nicht mit einem langen Feuer gerechnet, aber mit dem vorhandenen Holz brannte es über dreieinhalb Stunden und wir gingen nach einer Ablöschung unter einem schönen Sternenhimmel gemütlich schlafen.

Morgen früh geht's dann zum Blue Eye.



Wunderbarer Übernachtungsort und Feuer

Nach einer Weile hatten wir ihn ja gefunden, unseren Spot inmitten der Berge in einem Flussbett. Wir waren auch endlich mal rechtzeitig, so dass wir noch etwas Sonnenlicht genießen konnten.

Erstmal wurde die obligatorische Dose Pils geöffnet. Dann kam uns beim gemütlichen Beisammensitzen die Idee, heut Abend doch mal ein Feuer zu testen.

Wir gingen also übers Flussbett und suchten uns jede Menge kleinerer Stöcke und ein paar dickere. Wir packten alles auf Stapel und als es etwas dunkler wurde, probierte sich Christian an meinem Feuerstahl. 

Wir wollten das Feuer über diesen manuellen Weg zünden und nicht einfach per Feuerzeug. Es hat etwas gedauert den passenden Zunder zu finden, aber irgendwann hatte Christian die erste kleine Flamme und wir kriegten das Feuer rasch größer.

Schlafplatzsuche im Theth-Tal

Von dem Dorf Theth ging es etwas in den Süden zum Anfang der Blue Eye Route. Hier schauten wir uns kurz um, da wir morgen dorthin wandern wollen. Heute war es noch sehr voll mit Touristen und Einheimischen, die im Fluss baden wollten.

Wir kurvten ein wenig umher, um einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Es ging über Schotterpisten und Flussbette durch die Landschaft, bis wir einen schönen Spot gefunden hatten.

Diesen haben wir nur durch eine Wasserdurchfahrt erreicht und er war von den Wegen nicht einsehbar, also perfekt für eine einsame Nacht.


Pause an der Villa Gjecaj

Nach der ermüdenden und nervigen Fahrt über die engen Serpentinen machten wir auf der Terrasse der Villa Gejcaj eine Brotzeit-Pause. 

Wir hatten einen schönen Rundumblick, freies WLAN und genehmigten uns ein Bier und eine Brotzeit. Günstig ist das hier leider nicht mehr, alles wird auf die nun zahlreichen Touris angepasst. Die Brotzeit lag bei 10€, die Bier bei 3€. Also durchaus deutsche Preise. Essen tatsächlich sogar teils teurer als bei uns.

Nichtsdestotrotz schmeckte es gut und die Bedienungen waren an regen Gesprächen auf Englisch interessiert. Auch der kleine Sohnemann oder was auch immer er ist, hatte sichtlich Spaß mit den Gästen.

Vor allem mussten alle Fragen zu Diego beantwortet werden, Haustiere und dressierte Hunde sind hier eher selten.

Nach dem Essen zogen wir weiter in Richtung Blue Eye, einem sehr schönen Wasserloch am Fuße eines Wasserfalls, welches wir morgen besichtigen wollen. 

Erstmal stand die Schlafplatzsuche an.

Überfahrt ins Theth-Tal

Ab jetzt ging es steil bergauf, aber noch immer auf Asphalt, von daher war alles locker machbar. Nur die Enge und die Fahrkünste der Einheimischen nervten etwas.

Zudem wunderten wir uns, wohin die denn alle wollten. Und so zeigte sich, das Theth mittlerweile komplett per Asphalt erreichbar war.

Christian war noch 2018 hier zum wandern und erzählte von den abenteuerlichen Kleinbussen (Schrottkisten) mit denen sie hier die Schotterpisten fuhren. Da war das Dorf Theth noch sehr leer, es gab zwei Autos und ein paar Wanderer.

Jetzt sieht das anders aus, der Tourismus erobert das Tal, Hotels werden gebaut und die Straßen alle geteert und ausgebaut.

Wir fuhren etwas durchs Dorf und besuchten dann das alte Hotel, in dem Christian 2018 nächtigte.

Die SH20 runter zum Skadar-See

Nach den Serpentinen ging es wieder bergab und bald zeigte sich schon der Skadar-See. In diese Richtung müssen wir erstmal, um dann Richtung Theth zu kommen.

Es gab mal wieder sehr schöne Ausblicke und unten angekommen nahmen wir eine Abkürzung durch die Siedlungen. Entlang der SH20 standen hier sehr viele Neubauten, teils konnte man von Villen sprechen. Scheint also eine Gegend der Besserverdiener zu sein.

Die Fahrt Richtung Theth Tal gestaltete sich dann aber wieder schwierig. Eine kleine Piste auf der viel Verkehr herrschte, ständig Kleinbusse und übermotivierte Einheimische. 

Wir schlängelten uns immer weiter Richtung Boga, dem letzten Dorf vorm Kammanstieg ins Theth-Tal.

Die Serpentinen von Rrapsh hinauf

Das Tal verließen wir Richtung Koplik über die Rrapsh Serpentinen, von denen man einen sehr schönen Blick zurück ins Tal hatte. Ein Paradies für Motorradfahrer, allerdings gelten im Tal auch immer Geschwindigkeitsbegrenzungen von 20-60km/h, je nach Kurven und Straßenbreite.

Oben gab es einen Aussichtspunkt, der allerdings auch gut besucht war.