Sonntag, 10. September 2023

Essen bei Sonnenuntergang - Starlink Satelliten wieder da

Wir aßen dann erstmal in Ruhe unsere eben eingekauften Gebäcksachen. Eine Art Wurst-Brötchen und eine gefüllte Teigtasche. Dazu noch ein wenig Melone und dann das wohlverdiente Pils.

Dabei ging die Sonne unter und der Himmel tönte sich lange in einem orange-rotem Licht. Wir genossen hier die Ruhe, blickten auf's Meer hinaus, konnten ein wenig bloggen und Nachrichten checken und Essen kochen mussten wir auch nicht mehr.

Als es dann dunkel war, kam wieder die Reihe an Satelliten von SpaceX vorbei, kleine Starlink Satelliten, welche vor kurzem von einer Falcon 9 Rakete ausgesetzt wurden. Diese hatten heute schon einen größeren Abstand zueinander und verteilen sich langsam in ihre Endpositionen.

Schlafplatz unter Olivenbäumen am Meer

Nach dem Einkauf ging es kurz später schon in die Berge, über kleine Schotterpisten durch große Olivenplantagen. Ein Schild wies auf über 1300 Jahre alte Olivenbäume hin.

Der Weg schlängelte sich mit dichtem Bewuchs um den Berg Richtung Meer. Den ersten möglichen Schlafplatz ließen wir hinter uns, denn Christian hatte bei einer Begehung etwas weiter unten einen besseren gefunden. Da musste ich aber Rückwärts stehen. 

Also oben gewendet und dann durch enge Kurven runtergezirkelt, während Christian hinten den Einweiser übernahm. Der Wagen wurde dann in einer kleinen Parkbucht abgestellt, falls doch mal jemand vorbei möchte.

Der Platz ist der Hammer, die Sonne war noch da und wir konnten uns unter Bäumen auf eine Terrasse vor's Auto setzen und raus aufs Meer blicken. Stören sollte uns hier eigentlich keiner, denn es handelt sich hier um eine Sackgasse und soweit wir es sehen können, gibt es hier auch kein Haus oder Ähnliches. Der Weg dient wohl allein der Olivenplantage.

Kurzer Einkauf

Mit dem Wissen, dass unsere Vorräte nicht mehr viel hergeben, wollten wir noch schnell was einkaufen. Wir haben allerdings nicht an den heutigen Wochentag Sonntag gedacht. In Albanien waren die Lebensmittelläden alle noch geöffnet.

Hier in Montenegro sind die Lebensmittelläden allerdings alle geschlossen. Aber wir wurden noch an einer Bäckerei fündig, wo wir uns mit Backwaren eindeckten. Daneben stand noch eine Omi mit ihrem Gemüsestand, die wir dann auch noch glücklich machten mit unserem Einkauf.

Mit frischem Gebäck von der deutschsprachigen jungen Verkäuferin und Gemüse von der alten Dame fuhren wir dann auf die Schlafplatzsuche.

Grenzüberfahrt nach Montenegro

Nach einer langen Überfahrt von knapp 400km hatten wir endlich die Grenze von Montenegro erreicht. Glücklicherweise gab es hier ein Grenzposten-Häuschen mit zwei Beamten von Albanien und Montenegro, wir mussten also nicht gleich an zwei Stationen halten. Es ging also vergleichsweise flott.

Montenegro zeigte sich direkt wieder anders als noch Albanien. Gepflegte Orte und Straßen, kein Müll und auch der Verkehr war irgendwie normaler. Das sind natürlich immer nur die direkten Eindrücke, aber es ist schon immer erstaunlich wie sehr sich ein Land hinter einer Grenze ändern kann, obwohl es landschaftlich ja in eins übergeht.

Wir wollen heut wieder ans Meer. Oben auf einem Hügel soll ein cooler Platz sein, der über einen schmalen Weg erreichbar ist. Eine Sackgasse, so dass wir auch Ruhe haben sollten. Wir gehen also mal auf die Suche.

Durchfahrt Albanien, diesmal landeinwärts

Es ging durch ziemlich schöne Gebirgsketten landeinwärts durch Albanien, unter anderem auch durch den Kreis Gjirokastra. Über gut ausgebaute Straßen, die allerdings oftmals nur mit 40 km/h ausgeschildert waren, auf denen man aber mit mehr als 80 km/h unterwegs war, kamen wir sehr gut voran. 

Es gab immer wieder tolle Ausblicke auf die Berglandschaften und wir durchkreuzten viele tolle Gegenden, in denen wir uns heute aber nicht aufhalten wollten.

Ab Durrës fuhren wir dann wieder die altbekannte Strecke Richtung Shkodra, von wo wir dann westlich nach Montenegro abbogen.


Grenzüberfahrt nach Albanien

Wir kamen dann wieder an den selben Grenzübertritt wie gestern schon und wir hatten schon Sorge, dass es wieder lange dauern könnte. Diesmal klappte allerdings alles etwas schneller und wir waren wieder in Albanien. Christian musste nur kurz mit den Papieren zum Schalter, dann durften wir passieren.

Die Fahrt nach Montenegro steht an, zumindest ist das heute unser Plan. Albanien haben wir seeseitig abgegrast und fahren heut möglichst inländische Schnellstraßen, auch wenn die nicht wirklich schnell sind...

Wasser und Diesel in Griechenland tanken

Bevor wir uns auf die lange Reise durch Albanien begeben, haben wir noch in Griechenland unser Wasser aufgefüllt. Unsere Borddusche mit 20L, den kompletten Wassersack und dazu noch einen Wasserkanister mit 8L. So sind wir erstmal wieder gerüstet.

Die 20L Duschwasser haben bisher für je zwei Duschvorgänge von uns beiden gereicht.
 
Auch unseren Tank haben wir nochmal für 1.80€/L in Griechenland aufgefüllt, damit sollten wir locker bis Albanien kommen. Da man hier kaum schnell fahren kann, pendelt sich der Verbrauch meist bei 9 Litern ein.

Die Sonne kommt, schnell raus ausm Bett

Diesmal waren wir erst um 7:30 Uhr wach, aber wir sind ja auch eine Stunde vor der Deutschen Zeit. Die werden wir heute auch wieder in Albanien erreichen, wenn es wieder nordwärts geht. Mal sehen wie es dann mit dem Jetlag aussieht. ;-)

Bevor uns die Sonne auf's Dachzelt knallt, haben wir es verlassen und parallel zur Frühstücksbereitung geduscht. Mit dem 20L Kanister und einer Akkubetriebenen Brause können wir recht komfortabel neben dem Wagen duschen. Für die nächste Tour muss allerdings mal eine Duschmatte mit, denn wir stehen hier direkt auf lehmigem Boden, so dass die Füße nie richtig sauber werden können.

Die Sonne ist nun über den Berg gekommen und scheint direkt auf unser Lager. Schon wieder ist es sehr heiß und ich kann es quasi nur im Schatten aushalten, und das direkt am Morgen. :-)

Unseren schönen Platz mit Strand werden wir heut leider wieder verlassen und nach Norden aufbrechen. Albanien möchten wir diesmal möglichst schnell durchfahren und uns dann eher in Kroatien für den Rest der Tour aufhalten.
 
Mit ein paar abschließenden Fotos unserer Bucht bei Morgensonne fahren wir dann schließlich los.