Samstag, 9. September 2023

Dunkelheit bricht an - Chillmodus

Nach dem Essen ging relativ schnell die Sonne unter, zudem noch hinterm Berg, also wurde es relativ schnell dunkel.

Nach dem Abwasch übten wir noch ein wenig mit Diego und ließen ihn toben, ehe wir in den gemütlichen Teil übergingen.

Wir sitzen nun hinter der Pritsche, hören den sanften Wellen und den zirpenden Grillen zu und schauen in die Sterne. 

Zufällig kamen neue SpaceX Starlink Satelliten vorbei, die für einen Moment wie eine Perlenkette am Himmel auftauchten, solange sie das Sonnenlicht reflektierten. Ich hatte schon oft von diesen Erscheinungen gelesen, aber nie selber gesehen. Nun konnte ich das Schauspiel endlich mal live verfolgen, auch wenn es nur von kurzer Dauer war.

Den Sternenhimmel versuchte ich wieder mit der Astrofotografie-Funktion meines Handys festzuhalten- Diesmal durchkreuzte auch ein Flugzeug das Langzeitbelichtungsfoto, was im Endergebnis ein schönes Bild ergab.
 
Auch der Whiskey wurde mal ausgepackt und mit Cola gemischt, was neben dem Pils eine willkommene Abwechslung war.

Church of Agios Sostis

Etwas oberhalb von unserem Schlafplatz befand sich eine kleine Kapelle direkt am Meer, die "Church of Agios Sostis". Nach meinen Telefonaten ging ich hier mal kurz vorbeischauen. Von der Terrasse der kleinen Kapelle hat man einen super Ausblick aufs Meer. 

Die kleinen Opferkerzen machten unter der Hitze hier schlapp und hingen einfach hinunter. Ich zündete trotzdem mal eine für uns an. ;-)



Cevapcici Burger mit griechischem Salat

Nach dem Baden hatten wir beide Hunger und schließlich haben wir hier eine Stunde Zeitverschiebung, es ist also schon eine Stunde später als sonst. 

Zum Essen gab es Cevapcici Burger mit griechischem Salat (Gurke, Tomate, Feta, Oliven). Christian kochte und schnitt den Salat, während ich mal mit meiner Familie telefonieren konnte, denn Griechenland gehört wieder zur Ländergruppe 1 beim Mobilfunkvertrag. Die letzten Länder leider nicht, hier hatte ich nur eine zusätzliche Daten-Sim aktiv. Auch meiner Mutter konnte ich heute noch telefonisch gratulieren.

Gegessen wurde dann hinten an der Pritsche mit Blick auf die Bucht.

Baden gehen in unserer privaten Bucht

Der Schlafplatz war super, der Strandzugang unten noch besser. Eine quasi private Bucht für uns.

Wir nahmen Pils mit und legten uns an den kleinen Strand vorm absolut klaren Wasser. Hier auch in den Schatten, denn die Sonne war unglaublich heiß heute.

Später gingen wir Schwimmen und ich noch eine Runde Tauchen, wofür ich die Action Cam mitnahm, um ein paar Unterwasservideos zu drehen. Hier wären Taucherbrille, Schnorchel und Flossen echt cool gewesen.
 
Auch ein kleines Sportboot kam vorbei, auf dem nur eine Dame zum Schnorcheln zu finden war. Den 30x Zoom meines Handys musste ich mal eben damit testen. ;-)

Mal wieder Schlafplatzsuche - dann Melone

Christian hatte einen Spot in der Nähe von Parga auf der Karte entdeckt, der für ein Nachtlager geeignet wäre. Sogar inklusive Strandzugang. Und zudem nur über eine unbefestigte Piste zu erreichen. Also probierten wir unser Glück.

Vom Einstieg aus ging es über recht ruppige Schotterpisten rauf auf den Berg, irgendwann eigentlich rechts ab nach unten zum Meer. Aber schon der Bewuchs auf diesem Weg war enger als der Wagen selbst und ich machte eine kurze Begehung. Schon in der ersten Kurve war der Weg komplett unterspült und nicht befahrbar, so dass wir uns eine Alternative suchen mussten.

Es gab aber noch eine Möglichkeit außen rum, die wir dann wahrnahmen. Über eine einspurige Schotterstrecke ging es durch Olivenplantagen, bis wir erstmals einen Blick auf den Spot hatten, der einfach traumhaft aussah.

Den Wagen parkten wir nicht ganz unten am Ende der am Meer endenden Sackgasse, sondern etwas oberhalb, da hier die Sicht auf die Bucht besser war. Unten würde man nur auf Sträucher schauen, auch wenn sich hier der Zugang zum Strand befindet. Aber da waren uns der Ausblich und ein paar Meter zu laufen lieber. Aufgrund der abfallenden Strecke mussten wir allerdings mal wieder für einen Höhenausgleich sorgen. Der Wagen wurde mit ein paar Steinen ungefähr in Waage gebracht.
 
Nach der Ankunft gab es erstmal Melone, wir hatten beide Hunger bzw. brauchten wir eine Erfrischung, denn es war hier unheimlich warm. Auch Diego bekam etwas von der Melone ab, die wir aufgrund der 8kg auf keinen Fall schaffen würden. Ca. zwei Drittel der Melone wanderten später in die Kühltruhe.

Lokaler Einkauf

Kaum in Griechenland angekommen wollten wir noch etwas für unser Essen einkaufen. Uns fehlte allgemein Gemüse und für einen griechischen Salat wollten wir unbedingt griechischen Feta und Oliven kaufen.

In einem kleinen Supermarkt wurden wir fündig und nahmen noch einen kleinen griechischen Ouzo mit. Zudem eine riesige Melone von 8kg, die wir gleich am Übernachtungsplatz essen wollen.

Wir zogen weiter gen Süden.

Grenzüberfahrt nach Griechenland

Und dann hatten wir endlich Griechenland erreicht, nach einer Woche Tour durch Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien Herzegowina, Montenegro, Serbien und Albanien hatten wir nun das wohl letzte Land dieser Tour erreicht.

Und es musste natürlich so kommen, es dauerte hier an der Grenze am längsten. Insgesamt 50 Minuten waren wir mit der Ausreise aus Albanien (dauerte normal) und der Einreise nach Griechenland beschäftigt. Eigentlich sollte es für uns EU-Bürger ja relativ einfach gehen. Aber vor der griechischen Grenzkontrolle entwickelte sich warum auch immer ein leichtes Chaos. Besonders Eilige fuhren einfach die Gegenspur zur Kontrolle runter und es wurde mehrspurig gefahren, obwohl nur eine Spur geöffnet war. 
 
So gab es unten kurz vor der Kontrolle ein ziemliches Durcheinander und alle Fahrzeuge mussten sich mittels Reißverschlussverfahren arrangieren.

Endlich beim Grenzposten angekommen winkte uns dann der griechische Grenzbeamte nach einem kurzen Blick auf unsere Papiere direkt durch mit "go on, don't stop". Schön dass wir vorher so lang auf die chaotischen Einheimischen warten durften...

Aber wir waren endlich in Griechenland. :-)