Donnerstag, 14. September 2023

Nachtlager in Ingolstadt

Nach heutigen knapp 850 km Fahrt sind wir gut in Ingolstadt beim letzten Licht der Sonne angekommen, wo mein Onkel und meine Tante leben. Die beiden haben seit ein paar Jahren einen Schrebergarten mit anliegender Wiese, auf der wir heut campen können.

So kann ich mal wieder einen Besuch abstatten und wir haben kein Problem mit der Schlafplatzsuche in Deutschland, die etwas komplizierter als im Ausland wäre.

Nach einem kurzen Stopp bei ihnen Zuhaus fuhren wir dann zum Schrebergarten rüber und parkten den Wagen. Dann liefen wir zum naheliegenden Biergarten, wo wir uns einen schönen Burger mit Pommes und ein Weißbier gönnten. 

Nach dem zuletzt eher sparsamen Leben war das für uns beide eine riesen Portion, die wir beide nur knapp auf bekamen. Aber sehr lecker war es und der Abend klang perfekt aus.

Petra hatte dankeswerterweise noch Semmeln für unser Frühstück gekauft, super nett, denn wir hätten sonst die Tüte Aufbackbrötchen öffnen müssen, die uns nun schon die ganze Tour begleitet. :-)

Mit dem Schlüssel fürs Grundstück und Gartenhaus sind wir wieder zum Wagen, aber wir bleiben beim bewährten Dachzelt und gehen auch sofort pennen. Nach der anstrengenden Fahrt ist gegen halb elf die Luft bei uns beiden raus.

Kroatien verlassen - Slowenien und Österreich durchquert - wieder in Deutschland

Heut machen wir ein paar Meter und wollen den Tag nutzen, um es morgen nicht mehr so weit bis zu Christian zu haben. Die interessanten Orte in Kroation hatten wir besichtigt und Istrien hatten wir bereits auf unserer Tour 2020 umrundet. Ziel war also nun, dass wir morgen bei Christian ankommen.

Kroatien hatten wir alsbald verlassen und durchquerten Slowenien auf den mautpflichtigen Autobahnen recht schnell. 

Österreich nahm mehr Zeit in Anspruch, aber gegen 18 Uhr hatten wir auch das geschafft und befanden uns wieder auf deutschem Boden.

Unterwegs regnete es immer mal wieder heftig und zu später Stunde gab's auch noch den Sonnenuntergang zu sehen, allerdings im Auto auf der Autobahn. ;-)

Ziel ist heute Ingolstadt, wo mein Onkel Michael mit meiner Tante Petra lebt. Dort könnten wir neben deren Schrebergarten campen. Über Whatsapp nahm ich im Auto Kontakt auf und schnell war klar, dass wir gerne willkommen sind. Es wird nur etwas später.



Flugzeugkaverne Željava

"Die Flugzeugkaverne Željava an der bosnisch-kroatischen Grenze bei Bihać war die größte militärische Flugzeugkaverne in Europa.

Westlich von Bihać, beim Dorf Željava und am Fuß des Bergrückens Plješevica, wurde zwischen 1957 und 1970 Europas größte Flugzeugkaverne erbaut. Der unter dem Namen Klek oder Objekat 505 bekannte Komplex kostete den jugoslawischen Staat bis zur Fertigstellung zirka 6 Milliarden Dollar. Er fasste bis zu 80 MiG-21-Kampfflugzeuge, 110 Piloten sowie 1400 Luftwaffensoldaten. Die Konstruktion sollte einem Atomangriff mit einer Sprengkraft von 20 bis 30 Kilotonnen standhalten. Zum Schutz der Anlage wurde außerhalb der Kaverne eine Garnison mit 5000 Soldaten errichtet und bis zum Ausbruch der Jugoslawienkriege genutzt.

Mit dem Rückzug der Jugoslawischen Volksarmee aus Bosnien 1991 wurde die Kavernenanlage und die Pisten mit insgesamt 56 Tonnen Sprengstoff gebrauchsunfähig gemacht. Einige Bereiche im Inneren sind mit PCB kontaminiert. Teile der Pisten und des Außengeländes sind immer noch stark vermint." (Wikipedia)

Soviel dazu von Wikipedia. Wir wollten unbedingt die alte C-47 sehen, ein altes zweimotoriges Flugzeug, welches in seiner Art schon im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam. Dieses stand hier auf dem Flugfeld lange verlassen und überwuchert herum. Mittlerweile haben sie es befreit und für Besucher zugänglich gemacht.

Eigentliches Highlight sind aber die Kavernen, also ins Bergmassiv gebaute riesige Tunnel, worin die Flugzeuge abgestellt werden konnten.

Einer davon kann heute zum Teil noch befahren werden. Wir machten Bilder und Videos und fuhren dann noch aufs Rollfeld, ehe wir diesen Ort verließen, um uns auf den ersten Teil unserer Heimreise nach Deutschland zu machen.



Vorbei am Tulove Grede - Winnetou Drehort

Der Tulove Grede ist ein Berg im Velebit-Gebirge in Kroatien. Er ist in den 60er Jahren durch die Winnetou Filme bekannt geworden, denn viele Szenen wurden hier oben gedreht. Gedreht wurde allerdings von der uns abgewandten Seite.

Lustigerweise fuhren wir auf der E71 genau drunter her, denn mittlerweile führt ein langer Tunnel unter dem Gebirge durch. Ausgestiegen oder besichtigt haben wir den Berg aber nicht.

Ein paar kleine Fotos müssen reichen. ;-)

Weiter ging es dann in Richtung der Plitvicer Seen, aber auch die wollen wir nicht besuchen (Eintritt 40€ p.P.). Man merkte aber am Straßenverkehr, dass sich hier sehr viele Touristen Tummeln.