Montag, 4. September 2023

Schnelles Essen und noch ein wenig Chillen

Ein anstrengender Tag geht zu Ende und wir haben uns in der Grillhütte noch schnell ein paar Nudeln gekocht. Dabei etwas Brot und wir waren satt.

Mit dem Nieselregen und Wind war es nicht wirklich gemütlich, aber wir hockten uns noch in die Hütte und tranken ein paar Pils.

Die Nacht soll besser werden, mal schauen. Gut dass wir unsere dicken Schlafsäcke mit haben.

Schlafplatzsuche in Bosnien

Unterhalb von Sarajevo fuhren wir am Fluss Bosnien entlang durch einige Schluchten, um dort nach einem Schlafplatz zu schauen.

Eine Wanderhütte etwas weiter oben in den Bergen weckte unser Interesse. Allerdings kommt man da nur über unbefestigte Wege hin und das Wetter sah nach Regen aus.

Wir erreichten sie dann auch, über einen tatsächlich eher schlechten Forstweg, bei dem mein Unterfahrschutz ein paar Bodenkontakte hatte.

Der Platz war aber schön, umgeben von einem kleinen Fluss und Bergen, mit einer Grillhütte und einer Wasserstelle.

Kurz vor Ankunft erreichte uns der Regen und wir waren um die Grillhütte froh. Zudem wurde es auch grad dunkel, es war bereits 20 Uhr.

Besuch von Sarajevo

Sarajevo wollten wir zumindest mal gesehen haben und planten eine Durchfahrt ein. Tatsächlich war der Innenstadtbereich recht sehenswert und wir überlegten kurz, ob wir nicht halten und mal durchlaufen. Es gab auch noch aus Zeiten des Krieges sehr viele Gebäude mit Einschusslöchern zu sehen. Die Shoppingmeile war zudem gut besucht.

Allerdings gab es hier kaum Parkplätze und in einer einsamen Gasse wollte ich den Wagen auch nicht allein lassen. Zudem war es schon 18 Uhr und wir hatten noch keinen Schlafplatz.

Also entschieden wir uns nur für die Durchfahrt und wir fuhren gen Süden wieder raus, um dort nach einem Schlafplatz zu suchen.

Ankunft in Bosnien Herzegowina

Kurze Zeit später hatten wir die Grenze von Bosnien erreicht. Die zweite Grenze für heute, die auch tatsächlich mal etwas ernster genommen wurde. Denn hier mussten wir erstmalig unsere Pässe zeigen.

Nach der Einfahrt ins Land zeigte sich definitiv direkt ein Unterschied zu Kroatien. Nochmals mehr Bauruinen und heruntergekommene Gegenden. 

Dafür fiel sofort auf, dass hier keine klassischen Kirchen mehr standen, sondern viel mehr Moscheen.

Da wir in Kroatien schon viel Zeit liegen lassen haben und die Gegend auch nicht wunderschön war, entschieden wir uns für die mautpflichtige Autobahn, sofern sie denn schon gebaut war.

Diese wurde kaum befahren, oft waren wir komplett allein unterwegs und die 250km bis Sarajevo klappten mit den 130km/h recht gut.

Gedenkstätte - Konzentrationslager Jasenovac

Auf unserer Route durch Kroatien kamen wir zufällig an der Gedenkstätte Jasenovak vorbei, wo im Zweiten Weltkrieg das größte Konzentrationslager des Ustascha-Regimes in Kroatien stand.

Aufgefallen war es uns durch ein ziemlich großes Denkmal, einer Blume. 

Wir machten kurz halt und ich schaute mich im kostenlosen Museum um. Draußen stand noch einer der alten Deportationszüge, den wir uns natürlich auch ansahen.

Für Diego war es natürlich eine schöne Bewegungspause.

Überfahrt nach Bosnien Herzegowina

Unser Plan ist es, möglichst schnell im Inland Richtung Süden zu fahren. So können wir etwas von den Ländern abseits der touristischen Regionen an der Adria sehen und auch Abstecher nach Serbien planen. 

Ziel war also erstmal Kroatien zu durchqueren und nach Bosnien Herzegowina zu kommen. 

Aber erstmal führte unsere Fahrt durch Slowenien, welches überall recht modern wirkte. Viele Neubauten von Einfamilienhäusern standen in den Dörfern, Straßen vielerorts neu und in gutem Zustand.

In Ptuj stand eine ziemlich große Burg, bzw. ein Schloss. Der Fotostop war natürlich Pflicht.

In Muretinci ging es noch mal über die Drau, auf dem Berg daneben ebenfalls eine alte Burg.

Genau vor der Grenze zu Kroatien tankten wir nochmal für 1.56€/L auf, denn in Kroatien soll es deutlich teurer sein.

Dann ging es für heute über die erste Landesgrenze und wir durchfuhren einige schöne, aber auch so manche heruntergekommene Dörfer.

An einem alten Club machten wir Halt und schauten uns bei einer Pause mal diesen Lost-Place genauer an.




Frühstück bei Sonnenschein

Jetzt erstmal Frühstück. Das Dachzelt lassen wir dabei noch offen stehen, damit das Tauwasser verdunsten kann.

Ein schönes Käffchen und dazu Brot mit Aufschnitt und Tomaten. Jetzt sitzen wir wieder hinterm Wagen und genießen die Ruhe.

Man hört tatsächlich kaum etwas, ganz entfernt mal ein Fahrzeug, sonst eher Stille.

Die Sonne geht auf

Nach einer sehr ruhigen Nacht zeigt sich gegen Viertel vor Sieben erstmals die Sonne hinter einer kleinen Bergkette.

Wir bleiben noch ein paar Minuten liegen, stehen dann aber auch auf und lassen Diego (Christians Hund) flitzen.

Jetzt im Hellen sieht man am Flussbett auch deutlich den zuletzt sehr hohen Wasserstand. Auch hier in der Gegend kamen ordentliche Regenfälle runter.