Mittwoch, 6. September 2023

Von Lepushë Richtung Koplik

Wir rollten die ersten Meter durch Albanien über eine enge aber sehr gut ausgebaute Straße, die sich langsam und kurvenreich die Berge hochzog.

Sofort stellte sich bei uns ein anderer Eindruck ein, es war hier kein Müll zu sehen, die Landschaft war wunderschön und die wenigen Bewohner schienen ihre Anwesen auch gut zu pflegen.

Die Staße SH20 schlängelt sich Richtung Südwest durch ein wunderschönes Tal mit steilen, sehr hohen Bergen. Unten fließt der Cemi Fluss mit einer sehr schönen türkisen Farbe.

Es gab kaum Verkehr, die Sonne schien und wir genossen die Fahrt mit den vielen tollen Ausblicken.



Heute nach Albanien

Nach dem Frühstück machten wir uns Richtung Albanien auf. Ziel ist heute das Theth Tal in den Albanischen Alpen.

Dieses ist nur über eine Straße erreichbar, die bisher ausschließlich aus Schotter bestand. Mittlerweile könnte sie auch geteert sein, so lauten Infos im Internet.

Aber zunächst fuhren wir zur Grenze. Hier gab es wieder das bekannte Spiel, aus Montenegro ausreisen mit Papierkontrolle und 100m weiter die Einreise ebenfalls mit Kontrolle. Wieder waren recht gemütliche Grenzposten tätig. Es dauerte eine Weile, bis unsere Kolonne aus fünf Fahrzeugen vor der Schranke überhaupt mal kontrolliert wurde.

Aber es lief alles ohne Probleme und wir waren im Albanien.

Windige Nacht - entspanntes Frühstück

Die letzte Nacht war trocken und recht windig, immer mal wieder trafen kleine Böen das Dachzelt. Wir hatten aber alles verspannt und somit keine Probleme. Vorteil ist natürlich, dass das Zelt heut morgen auch komplett trocken war, kein Kondens- oder Tauwasser drauf.

Wir konnten es daher zügig einpacken und entspannt nach einer kleinen Morgenwäsche am Wasserbecken ans Frühstück gehen. 

Die gekauften Brötchen wurden aufgebacken, die einheimische Salami dazu, etwas Fleischwurst und Tomaten. Auch Nutella darf nicht fehlen.

Nun sitzen wir noch bei Sonnenschein hinterm Wagen und ich blogge noch kurz, weil ich nicht weiß, wie später das Netz sein wird.

Heute wollen wir in die Albanischen Alpen nach Theth ins Tal, welches nur über eine wahrscheinlich holprige Schotterstraße zu erreichen ist.

Dienstag, 5. September 2023

Essen kochen mit regionalem Hackfleisch

Noch bei unserem Einkauf in Montenegro am Mittag hatten wir uns 300gr Hack mitgenommen, die wir heute mit den restlichen Nudeln und den mitgenommenen Tomaten zubereiten wollten.

Aufgrund des Windes kochten wir etwas geschützter hinter dem Auto, anstatt wieder die Sitzgelegenheiten des Platzes zu nutzen.

Dabei ging so langsam die Sonne unter und zum Speisen verkrochen wir uns gegenüber in eine Eingangsnische eines verlassenen Hauses.

Dazu gab es noch weiche Brötchen, die wir ebenfalls eingekauft hatten. Gestärkt konnte der Abend beginnen, den ich hauptsächlich bloggend verbringen werde, da aufgrund schlechter Netzverbindungen in Bosnien mittlerweile zwei Tage im Blog fehlen. Hier am Platz habe ich endlich wieder LTE Empfang.

Schlafplatz gefunden

Es ging wieder rein in die Berge, durch einsame Dörfer immer tiefer rein in die Landschaft, um unseren heutigen Schlafplatz aufzusuchen.

An einer Schotterpiste gelegen soll ein kleiner Pausenplatz mit Sitzgelegenheiten und Wasserstelle sein.

Nach einer mal wieder holprigen Anfahrt fanden wir den Platz und konnten den Wagen auch in Waage stellen, damit wir später gut schlafen können.

Leider zog ein recht starker Wind auf, so dass es recht unangenehm kühl wurde und wir wieder die Jacken anzogen.

Zurück nach Montenegro

Nach unserer kurzen Trinkpause ging es wieder zur Grenze nach Montenegro.

Die Fahrt dorthin war wieder sehr schön, mit tollen Ausblicken durch die Schluchten.

An der Grenze wurde es dann mal wieder chaotisch, denn lange Kontrollvorgänge paarten sich mit ungeduldigen Einheimischen. Kaum über die Grenze war erstmal Stau angesagt, weil so gut wie jeder Autofahrer erstmal alle wartenden LKWs überholen wollte, natürlich in dem sie unsere Spur nutzen. Es dauerte nicht lange und alle standen, weil nichts mehr ging.

Die Hilux-fahrenden Polizisten hatten Müh und Not, alles unter Kontrolle zu kriegen. Irgendwann ging es dann aber doch weiter für uns und wir steuerten auf unseren heutigen rausgesuchten Nachtplatz zu.

Pause mit serbischem Bier

Die Fahrt durch Serbien führte uns durch ein wirklich sehenswertes Tal mit hohen Steilen Berghängen. 

Ein optisch schönes Lokal bei Potkrs weckte unsere Neugier und wir stiegen mal aus und suchten uns ein schönes Plätzchen auf der Terrasse.

Bei einem kurzen Plausch mit dem Inhaber, der etwas Deutsch versuchte, bestellten wir uns zwei serbische Jelen Bier. Das Essen lehnten wir dankend ab, wir hatten ja eben noch in Montenegro gespeist.

Die Aussicht war prima, die Toilette nutzten wir auch noch und dann ging es schon wieder weiter zurück nach Montenegro.

Umweg über Serbien nehmen

Wir haben uns für einen Schwenk durch Serbien entschieden, so schnell wird man mit dem Wagen ja nicht wieder hier sein. Zudem machen wir ja eine Balkan-Tour. ;-)

Also ging es nach dem Ort Pljevlja hoch in die Berge zur serbischen Grenze. Hier wieder das bekannte Spiel, Passkontrolle bei Ausreise aus Montenegro und bei Einreise in Serbien. Die Grenzposten liegen nur ein paar hundert Meter entfernt.

Die Wartezeiten waren hier aber erstmalig etwas länger, da wird wohl auch jeder Einheimische genau kontrolliert.

Serbien ansich war wie schon Bosnien und Montenegro landschaftlich schön, aber sehr Strukturschwach. Alles wieder in einem eher schlechten Zustand.

Lustigerweise sind in diesen Ländern unheimlich viele alte deutsche Autos unterwegs. Jeder zehnte Wagen scheint ein Golf 2 zu sein, in jedem erdenklich möglichen Zustand. Auch alte VW T3 Bullis, Jettas oder ähnliche Fahrzeuge gab es Zuhauf. Wenn die wüssten, wie hoch die Preise in Deutschland dafür mittlerweile sind, sie wären sofort reich. :-)

Einkauf und örtliche Spezialitäten

Wir kamen nach einiger Zeit in Pljevlja an, einem etwas größeren Ort auf unserer Route. Dort fanden wir einen relativ neuen Markt mit angehängtem Bäcker.

Wir wollten schon die ganze Zeit mal etwas aus der Region essen und Hackfleisch brauchten wir noch fürs Abendessen.

Eigentlicher Grund für den Halt war aber der 6x6 Toyota Hilux auf dem Parkplatz, neben den ich mich kurz gesellen wollte.

Die mitgenommenen Backwaren waren allesamt sehr lecker und somit hatten wir auch gleich mal was zum Mittagessen.

Alle schauten uns ziemlich komisch an und Deutsch oder Englisch konnte hier keiner. Mit dem Handy wurde die gewünschte Hackfleisch Menge in Gramm kommuniziert. Lustigerweise stammten die Kühlschränke aber wohl aus Deutschland, denn der Hinweis "BITTE ZUERST WÄHLEN, DANN ÖFFNEN" klebte noch auf den Türen.

Preislich lag hier aber alles eher wie bei uns daheim, ein Schnäppchen war nicht zu machen.