Donnerstag, 7. September 2023

Abfahrt Richtung Shkodra

Nun ging es für uns wieder raus aus dem Tal, wieder die kilometerlange Serpentinen Straße rauf und auf der anderen Seite wieder runter.

Es wäre uns fast lieber gewesen, wenn es weiterhin eine Schotterpiste geblieben wäre, erst letztes Jahr wurde die Asphaltstraße fertig. Die vielen Albaner sind entweder todeswütig oder können kein Auto fahren. Dazu kommen dann noch die zahlreichen ausländischen Touristen.

Ich war zumindest froh, als wir nach über einer Stunde endlich wieder zweispurige Straßen fahren konnten.

Nun ging es nach Shkodra, einer großen Stadt am Skadar-See. Da wollen wir zumindest einmal durch und eine Burg ist auch zu sehen.

Das Blue Eye

Das "Blue Eye" im albanischen Theth-Tal ist mittlerweile DER Touristenmagnet und durch die asphaltierten Straßen ist ein Besuch aufmal für die Massen möglich. Wahrscheinlich bleibt dieser Ort nicht mehr lange so schön, wenn tagtäglich hunderte Touris diesen besuchen.

Aber wir waren ja früh dran und trafen vor Ort nur auf fünf ältere Wanderer, die sich noch kurz unseren Badeversuch anschauten und dann weiter zogen.

Da waren wir nur noch allein mit der jungen Einheimischen, die am Blue Eye Getränke verkauft. Zwei Dosen Tirana Pils nahmen wir danken ab.

Natürlich fragte sie Christian bezüglich Diego aus und war insgesamt sehr redefreudig. 

Das Blue Eye ist ein von einem Wasserfall gefülltes großes Becken. Es soll ca. 6-7m tief sein und ist glasklar und türkisgrün gefärbt. Absolut sehenswert, allerdings auch seeeehr kalt. Ich glaube ich war noch nie in einem so kalten Wasser, und eigentlich habe ich da so einige Bergflüsse hinter mir. Hier bekam man aufgrund der Schnappatmung aber kaum noch Luft. :-)

Für ein Foto im Wasser hat es aber gereicht. 



Wanderung zum Blue Eye im Theth-Tal

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Parkplatz am Wanderweg, für den 3€ fällig sind, jeder will hier ja profitieren.

Immerhin war noch nichts los und wir marschierten los zum Blue Eye, ca. 2.8km das Tal hinauf.

Der Weg bestand vielerorts aus groben Geröll und Steigungen, machbar, aber für viele Touris schon grenzwertig. Der Ausblick war aber immer grandios.

Zwischendrin standen ein paar abenteuerlich zusammengezimmerte Hütten, die mit Wasser gekühlte Getränke verkauften.



Frühstück

Wir wurden nach dem schönen gemütlichen Abend zeitig um kurz vor Sieben wach und standen auf, denn wir wollten ja möglichst früh zum Blue Eye, um den Touristen zuvor zu kommen, die erstmal hinwandern oder über die Berge fahren mussten.

Also stand ein kleines Frühstück an und das Dachzelt konnten wir aufgrund des trockenen Wetters gänzlich ohne Tauwasser zusammenklappen. 

Wir beide hatten aber nicht optimal geschlafen, was vielleicht daran lag, dass unsere Köpfe im Zelt diesmal leicht unten lagen.

Mittwoch, 6. September 2023

Abendessen und beim Feuer chillen

Die Temperaturen waren heute Gott sei Dank noch sehr angenehm und wir beide rannten in kurzen Klamotten rum. Das Feuer wärmte zudem und wir hatten dann doch noch etwas Hunger bekommen.

Also wurde mit dem Feuer im Rücken eine Packung Tortellini gekocht, mit dem Rest der gestrigen Hackfleisch-Tomatensoße.

Mit warmen Essen im Bauch, dem Feuer vor uns und dem kalten Pils in der Hand konnten wir also den gemütlichen Abend hier im Tal starten.

Immer mal wieder fuhren weitere Offroader den oberhalb gelegenen Pfad entlang, keiner fuhr aber durchs Wasser in unsere Richtung. Wir hatten also unsere Ruhe.

Eigentlich hatten wir auch nicht mit einem langen Feuer gerechnet, aber mit dem vorhandenen Holz brannte es über dreieinhalb Stunden und wir gingen nach einer Ablöschung unter einem schönen Sternenhimmel gemütlich schlafen.

Morgen früh geht's dann zum Blue Eye.



Wunderbarer Übernachtungsort und Feuer

Nach einer Weile hatten wir ihn ja gefunden, unseren Spot inmitten der Berge in einem Flussbett. Wir waren auch endlich mal rechtzeitig, so dass wir noch etwas Sonnenlicht genießen konnten.

Erstmal wurde die obligatorische Dose Pils geöffnet. Dann kam uns beim gemütlichen Beisammensitzen die Idee, heut Abend doch mal ein Feuer zu testen.

Wir gingen also übers Flussbett und suchten uns jede Menge kleinerer Stöcke und ein paar dickere. Wir packten alles auf Stapel und als es etwas dunkler wurde, probierte sich Christian an meinem Feuerstahl. 

Wir wollten das Feuer über diesen manuellen Weg zünden und nicht einfach per Feuerzeug. Es hat etwas gedauert den passenden Zunder zu finden, aber irgendwann hatte Christian die erste kleine Flamme und wir kriegten das Feuer rasch größer.

Schlafplatzsuche im Theth-Tal

Von dem Dorf Theth ging es etwas in den Süden zum Anfang der Blue Eye Route. Hier schauten wir uns kurz um, da wir morgen dorthin wandern wollen. Heute war es noch sehr voll mit Touristen und Einheimischen, die im Fluss baden wollten.

Wir kurvten ein wenig umher, um einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Es ging über Schotterpisten und Flussbette durch die Landschaft, bis wir einen schönen Spot gefunden hatten.

Diesen haben wir nur durch eine Wasserdurchfahrt erreicht und er war von den Wegen nicht einsehbar, also perfekt für eine einsame Nacht.