Samstag, 9. September 2023

Spannende Fährfahrt bei Butrint

Über Ksamil fuhren wir Richtung Süden. Ksamil soll einen sehr schönen Strand haben und wird wohl Malediven-ähnlich beschrieben. Kann auch wohl sein, soweit sich das bei der Fahrt in den Ort einblicken ließ, sah der Strand recht hübsch aus und es gab einige Stege im türkisen Wasser, mit weißen Pavillons darauf. Aber die Stadt an sich war ziemlich unhübsch, eng und unorganisiert. Eigentlich also wieder kein toller Urlaubsort.

Wir fragen uns immer wieder, was wohl wäre, wenn man als Touri im Reisebüro eine Woche hier bucht. Man wohnt in Hotelanlagen die neben Bruchbuden stehen. Im Ort ist nicht viel los und vom Land sieht man auch nichts. Einzig ein tolles Meer hat man hier.

Nunja, irgendwie hatten wir auf der Route am Meer entlang ganz verpeilt, dass wir irgendwann über eine Fähre müssen. Und als wir ankamen, war es so abenteuerlich wie wir gedacht hatten.

Das waren eher ein paar Pontons mit ein paar Brettern zusammengehalten, welche von einer Kette durchs Wasser gezogen werden. Der Einweiser diregierte alle anderen Wagen vor uns so, dass wir noch mit drauf passten und die ganze Fähre senkte sich bei unserer Auffahrt merklich unter dem Gewicht.

Aber wir sind heile drüben angekommen, wo eine alte venezianische Dreiecksburg auf eine Pause von uns wartete. Wir machten kurz halt, gingen für eine Pinkelpause mal um die Ecke und schauten uns kurz die Burg von außen an. 
 
Gegenüber befindet sich der "Parku Kombëtar i Butrintit", eine alte Ausgrabungsstätte unter Olivenbäumen mit griechischen, römischen und mittelalterlichen Überresten von Butrint. Haben wir aber erst im Nachhinein aufgrund der vielen Touristenautos recherchiert. :-)



Touristenhochburg Saranda

Weiter ging es nach Saranda, die Touristenhochburg in Albanien und von vielen Einheimischen als DIE Stadt angepriesen, zu der man unbedingt hin müsste.

Eine Bucht voll gepflastert mit Hotels, ob fertiggebaut oder Ruinen, das trifft es dann doch eher. :-)

Klar, es gibt einige schöne Plätze in der Stadt, aber größtenteils ist es eine enge, eher ungemütliche Stadt. Urlaub würde ich hier nicht machen wollen, da war es weiter oben bei Vlora viel schöner.

Es gibt allerdings entlang des Meeres viele kleine Strandabschnitte die auch gut besucht sind. An der Straße parken und kurz zum Wasser, das geht hier an vielen Stellen relativ unkompliziert und wird auch rege genutzt.

Überfahrt nach Griechenland - Borsh

Nun geht's los zum wohl letzten Land dieser Balkantour, Griechenland. Korfu sehen wir schon vom letzten Schlafplatz aus, weit ist es also nicht mehr. Eine Nacht wollen wir in Griechenland verbringen, dann möchten wir eher die Küstenregionen im Norden erkunden.

Athen stand mal zur Debatte, ist aber auch noch ein Stück entfernt und wurde vor ein paar Tagen von einem heftigen Unwetter getroffen, das lassen wir also mal.

Nun geht es erstmal zur Strandstadt Borsh, welche umgeben von den hohen Bergen auch zum Campen einlädt, solang dort noch nicht hunderte Hotels gebaut werden. 

Auf der Fahrt hin kamen wir an einem alten U-Boot Bunker und wieder mal tollen Landschaften vorbei.

Borsh selbst haben wir aber seeseitig nicht erkundet, wir hatten einen guten Blick von oben drauf.

Frühstück nach entspannter Nacht

Pünktlich wie immer, so gegen halb Sieben, wurden wir mal wieder wach. Die Nacht war super, Meeresrauschen, kein starker Wind, Temperatur warm aber ok.

Die Sonne kam immer mehr hervor und tauchte nach und nach die Landschaft in helle Farben.

Zum Frühstück gabs es Rührei mit Salami und Tomaten, dazu die gestern gekauften Brötchen und natürlich einen Kaffee.

Weit ist es nun nicht mehr bis Griechenland, rein wollen wir auf jeden Fall mal, aber Athen scheint ja nach den Unwettern der letzten Tage andere Probleme zu haben. Wir ziehen dann lieber wieder hoch und erkunden die Küste der Adria.

Freitag, 8. September 2023

Chillen unterm Sternenhimmel

Die Sonne war nun komplett weg und nach dem Abwasch zogen wir uns auf die Stühle zurück, zündeten nochmal ne Dose Pils und genossen bei sanften Wellen und gezirpe von Grillen den dunklen Sternenhimmel.

Der Große Wagen stand hinter meinem großen Wagen und musste natürlich abgelichtet werden. Auch die Langzeitbelichtung von der Milchstraße ist hier beeindruckend Sternreich.

Korfu gegenüber ist fast komplett hell erleuchtet, auf albanischer Seite sieht es etwas dunkler aus.

Die Petroleumlaterne spendet etwas Licht und wir genießen gerade einfach die Erlebnisse der letzten Tage.

Fisch braten bei Sonnenuntergang

Nach dem Baden ging es mit den letzten Sonnenstrahlen hoch zum Auto, um die Fische und Kartoffeln zum Essen zuzubereiten.

Wir hatten zwar einige Fische von den gestrigen albanischen Fischern bekommen, aber nur einer davon hatte auch richtig Fleisch an sich. Denke die anderen wurden uns als Ausschussware gegeben.

Christian nahm ihn aus, wir spülten ihn gründlich und dann ging es gewürzt mit Zitrone und Knoblauch auf den Grill. Ohne Öl backte er etwas fest, aber wir kamen klar.

Die Kartoffeln hatten wir gestern gekauft und sie kamen in die Pfanne zum aufkochen und braten.

Es war jetzt kein Highlight, aber dennoch mal was anderes und vor allem aus lokalen Ressourcen gekocht.

Ab zum Mini-Strand

Nach dem ersten Pils packten wir die Sachen und ab ging's in die Badehose, um unten an den Mini-Strand zu kommen.

Ein traumhaftes kleines Stückchen, mit feinem Kies um hier an der Steilküste ins Meer zu kommen. Dazu glasklares Wasser in Türkisgrünblau.

Es waren nur wenige Menschen vor Ort und wir genossen den Sonnenuntergang, auch bei einem Badegang, bei dem Diego die Stellung bei den Wertsachen hielt. ;-)