Natürlich ist man hier unter Dauerstrom, um den Verkehr zu beobachten, aber irgendwie war mir das lieber als diese Passstraße. Und es klappt ja auch erstaunlich gut. Wenn man es mit dem Verkehr in Deutschland vergleichen müsste, könnte man für alle Länder hier unten sagen, dass keiner egoistisch im Verkehr denkt. Wenn ich eine halbe Länge vorne bin, lässt man mich halt rein. In den vielen doppelspurigen Kreisverkehren schaut auch jeder auf den anderen, so dass alles flüssig vonstatten geht. In Deutschland ist oft nur die ICH-ZUERST-Mentalität vorhanden und nichts geht mehr...
Shkodra selbst hat sicherlich ein paar schicke Ecken, Einkaufstraßen gibt es auch mit kleinen Cafés und so weiter. Einladend für uns war es aber nicht unbedingt, zumal hier alle schon in zweiter Reihe parkten und das Chaos perfekt machten.
Wir fuhren also durch den Ort und wollten eigentlich hoch zur Burg, die auf einer Anhöhe steht. Aber nach einer Umrundung der Anhöhe fanden wir auf die schnelle keinen schönen Parkplatz mit Aufgang und wir hätten relativ weit laufen müssen. Bei sonnigen 30 Grad ließen wir das aus und bewegten uns weiter Richtung Süden zu einem möglichen Nachtplatz.